Was ist Selbstführung?

Selbstführung ist die Praxis, deine Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst in Richtung deiner Ziele zu beeinflussen. Im Kern geht es darum, der mitfühlende, selbstbewusste Anführer deiner eigenen inneren Welt zu werden – Harmonie zwischen den verschiedenen Teilen von dir zu schaffen, anstatt von konkurrierenden inneren Kräften getrieben zu werden.

Selbstführung durch das Modell der Internen Familiensysteme (IFS)

Das Modell der Internen Familiensysteme (IFS), entwickelt von Richard Schwartz, bietet einen kraftvollen Rahmen für das Verständnis von Selbstführung. IFS geht davon aus, dass unsere Psyche von Natur aus multipel ist – zusammengesetzt aus verschiedenen Unterpersönlichkeiten oder „Teilen", die jeweils ihre eigene Perspektive, Gefühle und Rolle haben.

Im IFS-Modell bedeutet effektive Selbstführung, Zugang zu deinem Selbst zu bekommen – dem Kern dessen, wer du bist, gekennzeichnet durch die „8 Cs": Ruhe (Calmness), Neugier (Curiosity), Klarheit (Clarity), Mitgefühl (Compassion), Zuversicht (Confidence), Mut (Courage), Kreativität (Creativity) und Verbundenheit (Connectedness). Wenn du vom Selbst aus führst, kannst du:

Anstatt zu versuchen, Teile von dir zu eliminieren oder zu unterdrücken, die du schwierig findest, bedeutet Selbstführung durch IFS, dich mit all deinen Teilen anzufreunden und sie auf dein Wohlbefinden hin zu koordinieren.

Die monatliche Reflexion als Selbstführungspraxis

Regelmäßige Reflexion ist wesentlich für Selbstführung. Eine monatliche Reflexion schafft Raum, um vom reaktiven Alltag zurückzutreten und dein inneres System mit Neugier zu beobachten. Während dieser Reflexion könntest du bemerken:

Die psychologischen Vorteile des monatlichen Briefs an dich selbst

Nach Abschluss deiner monatlichen Reflexion kann es überraschend kraftvoll sein, einen Brief an dich selbst zu generieren, und zwar aus mehreren psychologischen Gründen:

1. Externalisierung der Stimme des Selbst